Wenn, dann…

 

Wenn ich mal groß bin, dann…

Wenn ich 1.000 Euro gespart habe, dann…

Wenn ich Abteilungsleiter bin, dann…

Wenn meine Kinder erwachsen sind, dann…

Wenn es nicht regnet, dann…

Wenn er mich fragt, dann…

Wenn sie sagt, dass ich es schaffe, dann…

 

Kennst du diese Wenn-Dann-Schleifen?

Wie oft warten wir auf Ereignisse im Außen, damit wir etwas tun dürfen? Wie oft warten wir auf die Erlaubnis von irgendjemandem, bis wir mit etwas beginnen? Wie oft warten wir auf eine Bestätigung, die es uns erlaubt, loszugehen? Wieso fällt es uns oftmals so schwer, uns selbst die Berechtigung zu geben – und zwar ganz egal, was andere dazu sagen?

Jeder möchte gemocht werden. Jeder möchte anerkannt werden. Jeder möchte dazu gehören.

Etwas zu tun, was die anderen nicht verstehen, nicht nachvollziehen oder sogar nicht gutheißen werden, fällt uns deswegen echt schwer. Lieber suchen wir uns Ausreden, wieso wir etwas nicht tun können, was uns eigentlich am Herzen liegt, als dass wir es riskieren, belächelt zu werden. Lieber spielen wir ein Spiel und verhalten uns „gruppenkonform“, als dass wir so sind, wie wir wirklich sind und das tun, was wir wirklich tun wollen. Lieber legen wir uns selbst „Wenn-Dann“-Regeln auf, als dass wir endlich den Mut aufbringen, es jetzt und sofort anzugehen.

All diese Wenn-Dann-Regeln, haben einen riesen großen Vorteil: sie sind beliebig erweiterbar und halten dich immer schön davon ab, das zu tun, was du eigentlich tun willst. Sie halten dich sicher in deiner Komfortzone fest. Sie halten dich dort fest, wo es schön gemütlich ist und alles bekannt ist. Nichts wird sich ändern und alles bleibt beim Alten. Ist das nicht traumhaft? Für dein Gehirn schon…das hat schließlich die Aufgabe, dich zu beschützen. Es sorgt dafür, dass du in Sicherheit bist und hält alles Unbekannte und Gefährliche von dir ab. Denn nichts Anderes ist die ungewisse Zukunft, wenn denn endlich dieses „Dann“ eintritt.

 

Aber was wäre, wenn wir einfach mal dieses bequeme Gehirn überlisten? Wenn wir einfach mal rebellieren und die endlose „Wenn-Dann“-Schleife unterbrechen? Wenn wir einfach mal „Scheiß drauf – ich mach das jetzt!“ sagen und es einfach machen?

Vielleicht entdecken wir dann, wozu wir alles imstande sind. Vielleicht staunen die anderen dann, dass wir es tatsächlich durchziehen. Vielleicht bewundern uns die anderen, für unseren Mut. Vielleicht stecken wir andere damit an, selbst endlich tätig zu werden. Vielleicht halten uns andere für verrückt und wenden sich ab. Wieso? Weil wir ihnen einen Spiegel vorhalten. Weil sie durch uns daran erinnert werden, dass sie es eigentlich genauso machen möchten, es aber nicht können, weil… oder ehrlich gesagt, sie nicht mutig genug sind.

Was geschieht, wenn wir aufhören uns selbst zu belügen und uns Geschichten überlegen, wieso wir etwas nicht machen können? Für viele beginnt dann zunächst das Träumen, plötzlich wandelt sich der Gedanke hin zu einer ernsthaften Möglichkeit und kurz vorher kommt die blanke Panik auf. Dein Hirn läuft Amok. Es tut alles dafür, dass du diesen Schritt nicht wagst. Es schickt dir alle möglichen Schreckensszenarien. Und was passiert, wenn du durch diesen Horrorfilm hindurchgehst? …Nichts… Nichts von all den möglichen Szenarien tritt ein. Du lebst immer noch. Diese dunkle, undurchdringbare Wand löst sich einfach in Luft auf. Alles ist ganz normal.

Nur du bist anders. Du hast dich verändert. Du weißt jetzt, was alles möglich ist. Du weißt, wozu du fähig bist. Du gewinnst an Selbstvertrauen, an Mut und an Stärke. Du bist ein Level aufgestiegen!

Herzlichen Glückwunsch!